Donalds gute Stube……

Heute haben wir an einem Segelhafen südlich vom regionalen Flughafen in Washington das Wohnmobil geparkt und sind mit dem Fahrrad in die City.
Einer schöner Radweg führt am Potomac River entlang und dann direkt zum Lincoln Memorial und all den Sehenswürdigkeiten der Stadt. 

Das Weiße Haus

Das Korea Memorial

Das Lincoln Memorial

Das Capitol
Erstaunlich, wieviel Grünfläche die hier zwischen all den Monumenten haben. Zu “ Locke“ hat man uns leider nicht reingelassen, das weiße Haus war weiträumig abgesperrt. Aber so ziemlich alles andere haben wir gesehen. 

Das Pentagon, riesengroß


Vom Radweg aus hatte man noch vor Arlington auf einer Brücke einen sehr guten Blick auf das Pentagon. Es fällt auf, wie gewaltig die Gebäude im Allgemeinen sind. Ein Gebäude monumentaler als das Andere. Das Wetter hat auch mitgespielt. Es war sonnig, aber nicht mehr zu heiß. Ideal für die Stadtbesichtigung. Per Rad ist das ideal, weil ja doch alles sehr weitläufig ist. Den botanischen Garten haben wir uns auf Empfehlung einer Amerikanerin angesehen, was sich sehr gelohnt hat. Dann haben wir uns am Segelhafen ausgeruht und die startenden und landenden Flugzeuge angeschaut. Bis zu drei Flugzeuge pro Minute starten und landen. Und es ist nur ein regionaler Flughafen. Morgen wollen wir uns noch per Rad die Großen Wasserfälle des Potomac River ansehen. Dann geht es nach Baltimore auf einen Campground, das Wohnmobil und uns auf die Rückreise vorbereiten. Hoffentlich mit Hetty und Rutger noch einmal grillen und Abschied nehmen. Am kommenden Montag dann das Wohnmobil abgeben und abends gen Deutschland fliegen. Ist wirklich schon ein ganzes Jahr rum? Kaum zu glauben, extrem zeitrafferartig ist alles vorüber gezogen.

Jetzt ist ein größerer Brocken aus der Bucketlist abgearbeitet👍😘 und Tschüß….

Am herrlichen Potamac River

Unsere Mitbewohner sind mittlerweile Alle zwangsweise ausquartiert und unser Leben läuft wieder „normal ab“. Wir hatten eine mordsmäßige Hitze hier, bis zu 35°C, da ist man um jedes bißchen Schatten froh. Mittlerweile ist der Baumarkt LOWES unser Gastgeber erster Wahl. Nicht soviel Betrieb und nachts mehr Ruhe als beim Walmart. Und immer gutes WiFi bis ins Auto.


Na ja, und dann haben wir auch ein paar Tage in den State Parks verbracht. Die sind in der Regel toll gelegen, die Plätze sind groß. ( , man kommt dem Nachbarn gar nicht erst ins Gehege.) Man kann auf tollen Trails wandern und wenn man so wie wir keine Energie benötigt, sind auch die Kosten mit 16-25 USD vertretbar. Dafür hatten wir zum Teil Schatten, konnten ausgiebig und häufig duschen, vielleicht sind ja deswegen jetzt keine Mitbewohner mehr im Auto😷😂? Zu jedem Platz gehört eine Feuerstelle, die von den Einheimischen auch sehr angenommen wird. Schon früh morgens raucht das Feuer, weil hier wird vom Kaffee bis zum Rührei mit Speck und Würstchen alles auf dem Grill zubereitet wird. Und noch etwas, hier gehört ein Lagerfeuer am Meeresstrand oder am Flussufer immer dazu, ( unter der Berücksichtigung der Feuergefahr) bei uns darf man das nur mit Sondergenehmigung, weil ja die Schiffahrt irregeleitet werden könnte. (Lachkrampf in Zeiten des Digitalalters mit GPS) Es gibt eine besondere Stimmung, wenn man mit Freunden um das Lagerfeuer herumsitzt und das Meer oder den Himmel beobachtet. 

Und historisch ist hier in dieser Gegend eine ganze Menge geboten: 1607 sind hier die ersten dauerhaften Siedler aus England rübergekommen.

Dieser junge Mann hat einer Schulklassen erklärt, was Ochsen sind😂👍


Weil die englische Krone aber später zu heftig Steuern erheben wollte, haben sich die Menschen um George Washington mit den Franzosen und Indianern zusammengetan und die Engländer vernichtend geschlagen und die USA ausgerufen. Überall sind hier die Originalschauplätze, Jamestown, Williamsburg, Yorktown, etc. zu besichtigen. Die Historie wird hier ganz groß geschrieben und den Besuchern vor Augen geführt. 

Der europäische Einfluss auf den Baustil ist hier im Osten der USA deutlich sichtbar und macht die Städte attraktiv. Wir sind jetzt in Alexandria und heute per Rad zum Flughafen Washington gefahren. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Skyline von Washington. Morgen wollen wir weiterziehen und Donald Locke mal ein wenig norddeutsches Zielwasser übergeben, damit er mal ein bißchen mehr Augenmaß findet…..

Insgesamt muss man aber klar festhalten: so, wie die Amerikaner bei uns immer dargestellt werden, sind sie nur in den seltensten Fällen.

Immer höflich im Umgang mit dem Anderen. Sehr hilfsbereit, Allgemeingut wird pfleglich behandelt und nicht wie bei uns, bei erstbester Gelegenheit zerstört.

Es wird auch konsequent verfolgt, wenn jemand fremdes Gut zerstört. Wir haben in der ganzen Zeit weder in Kanada, USA, oder in Mexiko keinen Vandalismus erlebt oder Spuren davon gesehen. Also, diese Reise hat unseren Blickwinkel auf die USA durchaus positiv verändert. Und das, ohne unkritisch zu sein. Anders als in Deutschland, scheuen sich die Politiker hier nicht vor klaren Regeln. Und die Einhaltung wird kontrolliert, Regelverletzungen verfolgt.

Jetzt weiß ich, warum man von fließenden Formen spricht


Wo die amerikanische Gesellschaft ganz klar versagt hat, ist bei der Ernährung. Gefühlt sind 75% der Amerikaner extremst überernährt. Das wird sich in den nächsten 30 Jahren in der gesundheitlichen Entwicklung deutlich zeigen. Während die Mexikanerinnen mehrheitlich insgesamt offensichtlich an Stoff sparen, haben die farbigen Afro-Amerikanerinnen alle das Jennifer – Lopez Syndrom. Dieses hat aber wiederum den Vorteil, das beim Schleppen von gleichzeitig bis zu 4 Kindern, diese nicht über das Becken hinaus nach unten wegrutschen können. “ Große Ohren“ ohne „Große Kiste“ geht offensichtlich nicht🤓

Die übergewichtigen Weißen hingegen fließen gleichmäßig in alle Richtungen. Frühzeitig scheint das Binde- und Stützgewebe aufzugeben.

Schon erstaunlich, wie der Stoff das alles so aushält. Und Hemmungen, dass alles in zu enge Jeans, Shorts oder Bikinis zu quetschen, hat man offensichtlich nicht. Dieses Phänomen extremes Übergewicht ist kein klassenspezifisches Problem. Man trifft den Universitätsprofessor in dieser Liga genauso wie den Arbeiter oder den erfolgreichen Makler. 

Solange immer noch riesige Industrien am zuckerhaltigen Produkt Milliardengewinne erwirtschaften, solange lassen sich wohl auch Politiker zu wohlgefälligen Entscheidungen verführen. Wär das nicht toll, wenn es mal ähnliche Schadenersatzprozesse wie im Fall der Raucher geben würde?

Na ja, bevor meine Pferde schon wieder durchgehen, Rieta haben wir noch irgendwo so 1-7 Riegel Schokolade? Mir ist so nach inhalieren……

Nicht nur wir mögen unser Wohnmobil…

Seit einigen Tagen sind wir stolze Besitzer einer Fauna, Mäuse und Kakerlaken. Aber der Reihe nach… Eines Tages fällt uns beim Öffnen eines Oberschrankes eine geballte Ladung Papierwolle heraus. Unschwer zu erkennen, dass dazu die Bücher in diesem Schrank herhalten mussten. Am meisten hat Rietas Tagebuch herhalten müssen. Und in eine Trennwand hatte die Maus ein Loch genagt, um hinein zu kommen.
Kaum Stunden später finden wir an mehreren Stellen im Wohnmobil „Bremsspuren“ einer Maus. Mit Gift arbeitende Mausefallen zeigten keine Wirkung, im Gegenteil, die Maus hat wohl voller Freude erst recht Bremsspuren hinterlassen. Also vier klassische Mausefallen mit Käse bestückt und siehe da, prompt hatten wir sie in der Falle. Umso erstaunter waren wir am nächsten Morgen, als wir ein ganzes Stück Toilettenpapier vorne im Oberschrank entdeckten. Das muss die Maus aus dem Bad über die Geheimgänge dorthin geschleppt haben. Und keine Stelle im ganzen Wohnmobil, an der kein “ Schwarzer Reis“ zu sehen war. Dann machen wir die Schublade unter dem Kühlschrank auf, da ist ein Knäuel aus Papier und den Resten einer Anti-Rutsch-Unterlage und tief in dem Knäuel bewegt es sich hin und her. Bei dem Versuch, die Maus mitsamt dem Knäuel zu fassen, ist sie mir dann doch entwischt und wieder in den „Untiefen des Wohnmobils“ entschwunden. Also wieder alle Mausefallen in Stellung gebracht, 4 klassische und 3 moderne Giftfallen. Das Imperium schlägt zurück!🤓Am nächsten Morgen zeugen mehr Bremsspuren als zuvor, was die Mäuse von unseren Bemühungen halten. Und jetzt kommt es noch dicker. Nachts habe ich auf der Toilette die Begegnung der unheimlichen Art. In dem Moment, als ich nach dem Toilettenpapier greife, läuft mir etwas über die Hand. Bis ich die Brille aufhabe und das Licht an, ist es verschwunden. 

Heute entdecke ich dann, dass die Mäuse Gesellschaft haben, große braune Kakerlaken. Um all dem Getier das Wohnmobil während der Verschiffung in 10 Tagen nicht kampflos zu überlassen, haben wir auch noch Giftfallen für die Kakerlaken an allen möglichen Stellen verteilt. Die Mäuse haben auch eine nagelneue Garnitur Hand- und Badetücher von der Schlinge befreit, um eine weiche Unterlage für ihr Nest zu bekommen.

Aber vielleicht werden Mäuse ja seekrank, das gönnen ich denen aber……

Richmond Virginia…

Wie sind wir erstaunt über diese wunderschöne Stadt. Klar, sie war Hauptstadt der Konförderierten, ist Hauptstadt von Virginia, aber dass sie so eine schöne Stadt ist, haben wir nicht erwartet. Bisher haben wir nirgendwo in den USA so geschmackvolle Häuser en masse gesehen. Ein Haus schöner als das andere. Man merkt, hier wohnen ganz viele sehr „Arme“, viele Bänker etc. und das ist nicht auf einige wenige Straßen beschränkt. 


Auch gibt es hier Straßen mit kleinen Geschäften, wie man sie sonst nur aus Europa kennt. Nach Richmond sind wir früher als erwartet gekommen, ich hatte zu Lasten des ADAC einen Hubschauberflug gebucht, leider lag ich während des Fluges hilflos auf dem Rücken wie eine Schildkröte. Im Nachhinein stellte es sich als eine Ergänzung meiner Testreihe amerikanischer Kliniken heraus und ich kann nur Gutes berichten. Jedenfalls musste Rieta 150 km mit dem Wohnmobil alleine nach Richmond fahren und auch noch einen Parkplatz in der Nähe des Krankenhauses suchen. Trotz all des Stresses hat sie das hervorragend gemacht. Und ich konnte dann abends auch schon wieder mit ihr heim zum Wohnmobil. Na ja, aber das Wetter! Seit wir den Blue Rich Parkway gefahren sind, haben wir kontinuierlich Regen, aber richtig! Nicht mal so ein bißchen Regen, nein, wenn schon denn schon.
Wir haben Museen besucht und Malls ( Einkaufszentren). Und wen treffen wir nach spontaner Entscheidung, zu einer 15 km entfernten Mall zu fahren? Na klar, Hetty und Rutger, das muss Seelenverwandschaft sein😄


Nach Shade of Grey geht es hier jetzt noch „dunkler“


Sündigen kann man aber auch anders! Hmh, echt lecker! Und beim Geld fragen, sind sie nicht bange🤓

Blue Ridge Parkway…..

Der Blue Ridge Parkway ist eine als National Scenic Byway ausgewiesene Panoramastraße, die 469 (754,8 km) Meilen in 1000-2000m Höhe längs der Blue Ridge Mountains – einem Teil des Appalachen-Gebirgszugs – in den Vereinigten Staaten von Amerika führt. Traumhafte Ausblicke auf die Umgebung, Rhododendronbüsche überall.


Nur wir waren 4-6 Wochen zu früh um die schönen Blüten zu sehen. Es regnete viel und vormittags war es extrem neblig, oder die Wolken hingen so tief, dass die Ausblicke ins Tal nur begrenzt waren. Zweimal haben wir am Parkway an schöner Stelle übernachtet und am Abend den malerischen Ausblick genossen.


Obwohl wir uns überhaupt nicht abgesprochen hatten, trafen wir an den unerwartetsten Stellen immer wieder auf Hetty und Rutger. Sei es nach zwei Tagen an einem Wanderparkplatz zu Wasserfällen, oder irgendwo auf der Strecke beim Einkaufen.

Für uns sind jetzt die letzten drei Wochen unserer großen Reise angebrochen. So langsam wollen wir, besonders Rieta, auch mal wieder in die Heimat. Und dennoch ist die eine oder andere Überlegung für eine Fortsetzung des Amerika Abenteuers durchaus im Hinterkopf. Aber erst einmal stehen andere Dinge an….

Fröhliche Ostern….

Passend zu Ostern habe ich auch Auferstehung gehabt….. Teilaufgabe unserer Reise war das ausgiebige Testen einer amerikanischen Klinik. So habe ich dann zuerst den Rettungsdienst getestet.


 Sehr schnell, ausgesprochen kompetent und absolut Ruhe ausstrahlend. In der Klinik haben dann wirklich alle Parteien in bemerkenswert angenehmer Weise ihre Kompetenz bewiesen. Aber ich sollte auch noch eine Spezialklinik für Cardiologie, also Herzerkrankungen testen. Dort musste das Herzkatheterlabor begutachtet werden. Die haben mir dann zwei Stents gelegt, damit ich mich davon überzeugen konnte, dass ein Herz mit offenen Coronararterien besser schlagen kann, als mit verschlossenen. Kaum zurück auf der Station haben sowohl mein Herz wie auch mein Gehirn erst einmal eine Auszeit genommen. Aber damit war die gesamte klinische Mannschaft nicht einverstanden. Die wollten diese Pausen nicht und haben mich auf Trab gehalten. Das war mir des Testens dann doch zu viel. Nach 5 Tagen in der Klinik habe ich dann die Testserie beendet und bin jetzt wieder mit Rieta im Wohnmobil. 

Rieta hat unter dieser Testreihe sehr gelitten und ist froh, dass es vorbei ist. Ich übrigens auch und an einer Wiederholung ist mir nicht gelegen. 

Rudger und Hetty waren schon unmittelbar herbeigeeilt, als ich in der Klinik lag. Mittlerweile waren auch  Hans- Joachim und Anja mit ihren Kindern gekommen und sie hatten noch ein deutsches und ein belgisches Ehepaar mitgebracht.  Zusammen haben wir die Nacht auf dem Parkplatz des Casinos von Cherokee verbracht, wo uns prompt Wapitithirsche besuchen kamen.


Freitag sind wir dann in den Smoky Mountain Nationalpark gefahren und haben dort dann ein Concorde/Niesmann-Treffen mit zusammen 5 Wohnmobilen veranstaltet. Eine wunderschöne Gegend und hier ist gerade so richtig der Frühling ausgebrochen.

Jetzt setzen wir unsere Reise erst einmal wieder alleine fort. Hetty und Rutger werden wir aber bestimmt noch wieder vor Baltimore treffen. Sicher!

Hier wird nicht gekleckert,……


Nee, hier wird geklotzt! Bei unserem Angelclub „Zur duftenden Schuppe“ würden sich 20 Angler am See verteilen und ihre Würmer baden… Hier wird typisch amerikanisch alles aufgefahren, was es gibt. Da sind zuerst die Boote. Genau das, was wir vorige Tage im Basspro Shop gesehen haben. Die Boote sind oben mit Teppichboden verkleidet und haben für alles Klappen.

Mal eben einen 250 PS Außenborder. Dazu einen Elektroantrieb, der sich vom „Hochsitz“ per Fußpedal steuern läßt. Und dann mindestens einen 10″ Bildschirm, mit GPS und Fischfinder und Angellexikon und wer weiß was sonst noch…. Das ist echt cool!

Es geht auf Barsch, ein Wunder, dass hier überhaupt noch welche zu finden sind.. 

Auf den Bildern hier sind 20 Boote zu Wasser gelassen worden, das muss wohl ein Anglerclub sein. 



Der Campingplatz ist toll. Hornsby Hollow, wunderschön am Watts Bar Lake gelegen. Super gepflegt. Mit 35 USD nicht ganz billig, aber ein Monat kostet nur 435 USD. Das ist doch schon wieder okay. Viele Stellplätze sind über die ganze Saison belegt. Allerdings sind die Schönsten den Tagesgästen vorbehalten. 

Wir haben es genossen, nach all den Walmart-Übernachtungen mal wieder so ruhig und entspannt zu stehen. Haben den gestrigen Abend mit Lagerfeuer und und einem Sundowner genossen und wunderbar geschlafen.

Jack Daniels, Lynchburg


Uff, geschafft…

Heute stand die Destillery von Jack Daniels auf dem Programm. Nach eigenen Aussagen seit 4 Jahren der weltweit am meisten verkaufte Whiskey. 

90 Millionen Liter jährlich werden als Whiskey verkauft.


Das Besondere ist eisenfreies Quellwasser, der Whiskey wird durch Holzkohle gefiltert und die Reifefässer werden kein zweites Mal benutzt. Die Holzkohle wird in der Destillery aus Zuckerahornholz gewonnen. Aus einer Mischung von Mais, Roggen, Gestenmalz und Wasser wird ein Brei gemacht, unter Zugabe von Hefe wird die Maische gewonnen, aus der dann der Whiskey destilliert wird. Seit 150 Jahren ist es eine unveränderte Prozedur, ohne Zugabe von Aromen etc. Na ja, und am Ende stand die Verkostung an… Fünf Sorten standen zur Probe. Wirklich lecker, also ich habe gar nicht verstanden, dass wir nach fünf Gläsern schon wieder aufstehen sollten…..

Also hätte man tatsächlich schon einen leichten Schwips gehabt, spätestens im Shop wäre man angesichts der Preise schnell wieder nüchtern gewesen. Der ursprüngliche Jack Daniels No.7 Black Label wird nicht vor Ort verkauft, den bekommt man nur im Liquor Store. Und jetzt wird es lustig. Im Moore County ist die Alkohol- Prohibition nie aufgehoben worden. Der Whiskey darf dort zwar produziert, aber nicht im County (vielleicht so etwas wie bei uns das Kreisgebiet?) verkauft werden. 


Noch etwas Bemerkenswertes, im Alter von 14 Jahren erwarb Jack Daniels vom örtlichen Priester und Schnapsbrenner (Hallo, heißt das nicht in der Bibel Wasser zu Wein wandeln und nicht zu Schnaps??🤓) eine Brennblase. Relativ früh wurde er sehr erfolgreich.  Während der Prohibition wurde 29 Jahre nicht produziert.

Es war interessant und hat sich in jedem Fall gelohnt. Ob man die verlangten Preise im Laden für modifizierte Whiskeys, oder individuell gekennzeichnete Flaschen ausgibt oder nicht, kann ja jeder für sich entscheiden. Na dann mal Prost….

Bass Pro Shop in der Pyramide in Memphis

So ein irrer Laden…In Memphis gibt es eine Pyramide und darin sind ein Hotel und ein Outdoor Shop. So etwas haben wir noch nicht gesehen. Es geht um Alles, was mit Jagen und Angeln zu tun hat. Allerdings in solchen Ausmaßen, da fällt Dir nichts mehr ein. Da ist ein Fluß gebaut, über den führen Brücken. Im Fluß sind hunderte von Fischen, alle von der Größe eines Lachses. Dann gibt es ein Terrarium mit einem Alligator und ein Aquarium mit einem riesigen Stör und vielen großen Süßwasserfischen. Diese werden zwei mal am Tag von einer Taucherin aus der Hand gefüttert. Klar, das gibt es wo anders auch! Aber dann gibt es von z.B. den Angeln nicht hunderte, nein tausende und dann spezielle Bekleidung für den Angler bis ins letzte Detail. Brauchst Du ein Motorboot zum Angeln? Kein Problem, alles da. Auch zum Hochseeangeln für die großen Fische. Brauchst Du ein Quad, um an das Ufer des Flusses zu kommen? Alle Arten von ATVs gibt es hier. Und das Hotel ist integriert, mit Baumhäusern. Alles dschungelartig, richtig irre.
Nashville die Stadt der Country und Westernmusik


So ein Glück muss man haben.


Wir wollten uns gestern die Hall of fame der Country Music ansehen. Und die feiern gerade 50-jähriges Bestehen. Anstatt 22,50 USD kostete der Eintritt pro Person nur 1,50 USD. Und da sind dann alle Größen aufgeführt. Ob Country, Western, Honky Tonk, Bluegrass, die jeweiligen Stars und die Gitarren.


Jetzt haben wir den totalen Durchblick.

„Hoffentlich fragt mich keiner danach“👍

Na und dann der Broadway. Wie New Orleans oder Memphis, Touristennepp auf amerikanisch. Grell und laut. Kneipe an Kneipe, in jeder Live Musik. Gleichzeitig war das Eishockeyspiel der lokalen Mannschaft zu Ende. Der Verkehr war für lange Zeit blockiert. Die Straßen bis zum Bersten gefüllt.

Kann man mögen, muss man aber nicht. Für uns steht nur noch das Jonny Cash Museum auf dem Plan, dann wollen wir nach Lynchburg( toller Name für eine Stadt, oder?) Da hat Jack Daniels seine Whiskey-Destillery. Das lassen wir uns doch nicht entgehen😁

Bemerkung am Rande:

Uns fällt immer wieder auf, wieviele Menschen hier beim Walmart im Pkw übernachten. Mit all ihrem Hab und Gut. Hier fällt manch einer durchs Netz.

Und es fällt auf, wie freundlich Farbige im Allgemeinen miteinander umgehen.

All about Elvis….

Unser Haus- und Hof-Gastgeber hatte uns eine recht laute Nacht beschert, es standen etliche große Sattelschlepper mit laufendem Motor in unmittelbarer Nähe. Warum da der Motor die ganze Nacht laufen muss, ist nicht immer nachvollziehbar. Aber egal. Heute stand Graceland und Elvis Presley auf dem Plan.


 Gestern waren wir schon in Tupelo, der Geburtsstadt von Elvis, hier hat er bis zum 13. Lebensjahr unter sehr bescheidenen Verhältnissen gelebt. Sein Elternhaus und die Kirche sind noch Original erhalten. 


Heute dann Graceland. Elvis kommt mit allem, was er so getan hat, unheimlich sympathisch rüber. 

Das Dschungelzimmer


Und wie er Graceland eingerichtet hat, auch cool. Der Eintritt ist nicht ganz billig, aber es lohnt sich allemal. Er war schon einer der ganz Großen! Erstaunlich, was er in nur 20 Jahren alles auf die Beine gestellt hat, an Musik, an Filmen, an sozialen Tätigkeiten. Oder ist er nur so extrem vermarktet worden?


Wir hatten im Souvenirshop nach dem Wackel-Elvis für das Armaturenbrett geschaut, aber der war nirgendwo zu finden. Dann sind wir mit dem WoMo nach Downtown gefahren und haben uns in eine Seitenstrasse gestellt. Zu Fuß war es dann nicht weit zur Beale Street, vergleichbar der Bourbonstreet in New Orleans, allerdings nicht so lang.


 Hier gibt es in jeder Kneipe Livemusik, Blues, Soul und Rock. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, die berühmten Spare Ribs zu testen. Alle Achtung, so lecker haben wir die tatsächlich noch nicht gegessen. Und die Preise waren sogar okay. Für morgen steht ein Fußmarsch am Riverwalk des Mississipppi auf dem Programm und anschließend das Baumwollmuseum. Ist doch interessant, wie so eine Blue Jeans entsteht. 

Kleiner Nachtrag: Am Elvis Presley Boulevard habenwir auf einer Länge von 2 Meilen 14 Kirchen gezählt. Überhaupt sieht man unterwegs ständig Kirchen. Und die haben hier keine Kirchensteuer wie bei uns…..

Haben die vielleicht mehr auf dem Kerbholz???

Und überall Baumwollfelder, leider ist ja nichts zu sehen. Erst im April wird ausgesät. 

Im Baumwollmuseum habe ich heute erstmal verstanden, warum man fast ausschließlich Afro-Amerikaner als Sklaven genommen hat: Hätte man auch Weiße zu Sklaven genommen, hätte man ja nicht so einfach erkennen können, ob Sklave oder nicht. Also rein praktische Gründe. Na wenn das so ist…..